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Kirchengeschichte Roßbach

Die Roßbacher Kirchengeschichte im Detail

Die Kirche bildet einen wesentlichen Teil der Geschichte der Ortsgemeinde Roßbach. Anno 876 wurde die erste Kirche „am brangenberge“ durch den Trier Bischof Bertholph geweiht. Vermutlich hat es sich dabei um eine schlichte Holzkirche gehandelt.

Die erste Steinkirche wurde in Roßbach um das Jahr 1000 gebaut und diente etwa 150 Jahre als Gotteshaus.

Eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika, deren Entstehung zwischen 1150 und 1260 datiert ist, wurde Nachfolgekirche des alten Gotteshauses. An der Struktur des Mauerwerks ist zu erkennen, dass die Pfeilerbasilika später mehrmals umgebaut wurde.

 

Der Kirchenruine steht aktuell eine neue Renovierung bevor.

Sie gilt als Wahrzeichen von Roßbach.

 

Bei dem damals zugehörigen Kirchturm wird vermutet, dass es sich um einen alten Wachturm gehandelt hat, an den die Kirche nachträglich angebaut wurde.

Im Laufe seiner Geschichte hat der Turm mindestens zweimal seine Wehrhaftigkeit unter Beweis stellen müssen, denn in den Annalen ist von einem 1350 in Roßbach stattgefundenen Krieg und einer im Jahr 1462 durchgeführten Belagerung durch Gerlach von Breitbach und Johann Meffard die Rede.

Durch die Reformation wurde die Kirche nach 1560 evangelisch.

Im Jahr 1681 wurde die Kirche von den durchziehenden Münsterischen Kriegsvölkern und im Jahr 1684 durch ein Feuer im Innenraum verwüstet. Erst 1699 erfolgte die Reparatur der Schäden. Eine weitere Renovierung wurde 1718/19 notwendig.

Weitere Bauarbeiten erfolgten dann erst wieder 1781 und 1801.

Eine Kirchenorgel wurde erst 1857 durch Spendenmittel der Gemeinde angeschafft. Doch war dem Instrument nur eine kurze Lebensdauer beschieden, da die Pfeifen im 1. Weltkrieg als wichtiger Metallrohstoff beschlagnahmt wurden.

1904 erfolgte eine umfassende Renovierung des alten Gotteshauses.

Durch den Einbau eines Linoleumbodens wurde das Holz im Laufe der Jahre zerstört, so dass 1912 bereits eine erneute Reparatur notwendig wurde.1927 wurde die Orgel mit minderwertigen Pfeifen wieder zum Leben erweckt.

Im Jahre 1928 wurde eine neue Turmuhr eingebaut.

Ein Jahr später, im Jahr 1929 musste die Kirche erneut renoviert werden.

Vermutete Bergwerkschäden verursachten irreparable Risse im Glockenturm, so dass ab 1938 die Glocken nicht mehr geläutet werden durften, was aber den Überlieferungen zufolge nicht immer eingehalten wurde.

1952 wurde die Nutzung der Glocken baupolizeilich untersagt.

Ein 1953 erstelltes Gutachten kam zu der Erkenntnis, dass ein Zusammenhang zwischen Schaden und Stollen nicht zu 100% nachgewiesen werden kann.

1954 entschloss man sich zum Abriss des Turmes, und das alte Gotteshaus, das über 700 Jahre als Kirche gedient hatte wurde unbrauchbar.

1957 begann man nicht weit von diesem Ort mit dem Bau einer neuen Kirche, deren Einweihung am 27. Juli 1958 festlich begangen wurde.

1959 wurde die alte Basilika zu einer Gedenkstätte umgestaltet.

Durch eine örtliche Spendenaktion, an der sich auch die politische Gemeinde beteiligte, konnte man 1961 eine Orgel für die neue Kirche anschaffen.

Heute ist die Roßbacher Kirche ein modernes Bauwerk, welches harmonisch in den Ort integriert ist.

Die alte, 1370 gegossene Marienglocke, die alle Kriege und Wirrungen der Jahrhunderte schadlos überstanden hat, versieht noch heute ihren Dienst zusammen mit den beiden 1958 angeschafften neuen Glocken im Kirchturm.

Aktuell

Die Ruine in Roßbach ist leider immer noch eingezäunt. Der weitere Fortgang und die Klärung was nun mit dem Bauwerk geschehen soll ist bis jetzt immer noch offen.

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