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Vom 24. - 30.04.2020

Abendgebete vom 24. bis 30.04.2020

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 Liturgie Abendgebete

Freitag, 24. April

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 106 I (H. Oosterhuis)

 

Was geschrieben steht, wird an uns erfüllt:

Aus Sklavendienst schrien sie empor,

und Er hörte, sah, kannte, stieg hinab.

 

Die von damals sind wir, Schreie von jeher.

Der von damals ist Er, unbescholten neu.

Er beginnt mit uns einen unbedingten Weg,

kommt uns entgegen mit seinem weisenden Wort – sollen wir oder sollen wir nicht – mitgehen in diesem Licht?

AMEN!

 

Lesung Johannes 9, 1-7

 

Stille

 

„Jesus ging vorüber und sah.“ Er ist auf dem Weg nach Jerusalem zum Laubhüttenfest. Nun tut Jesus genau das, was Gott vor langer Zeit getan hat. Er sah das Elend des versklavten Volkes Israel und in der Nacht vom Auszug „ging er an den israelischen Häusern vorüber!“ In den Verben kündigt sich eine Ostergeschichte an.

Die Jünger legen Jesus die Schuldfrage vor. Wenn jemand krank geboren ist, hat jemand Schuld auf sich geladen. Ist es er selbst oder sind es seine Eltern? Jesus lehnt diesen Begründungszusammenhang ab. Krankheit bedeutet nicht schuldig sein. „Niemand hat Schuld!“ Die Jünger philosophieren über den blinden Mann, aber sie sehen ihn nicht! Wem muss Jesus eigentlich die Augen öffnen? „Ich bin das Licht der Welt, sagt er und legt einen Brei aus Lehm auf die blinde Augen. Er sendet den Blinden zu dem Brunnen mit dem Namen: Der Gesandte. Dort wäscht er seine Augen und kann zum ersten Mal sehen: das Licht, die Welt. Für ihn wie ein neues Leben. Er ist befreit aus der Nacht!

 

Gebet

 

Treuer Gott,

Geh nicht vorbei, sieh uns!

Hilf uns nicht über andere zu reden, zu urteilen; öffne unsere Augen für die Menschen um uns herum. Wache über die, die uns lieb sind und über die, die uns nicht lieb sind.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

 

Gott sei vor uns, Gott sei hinter uns, Gott stehe uns zur Seite. So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: Wir strecken uns nach dir, EG 625

 

Samstag, 25. April

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 1 (EG 702)

 

Lesung Johannes 9, 8-39

 

Stille

 

Der Blinde, der die Welt zum ersten Mal mit eigenen Augen sehen kann, entdeckt, dass viele nur sehen, was sie sehen wollen. Sie wollen vor allem, dass alles bleibt, wie es war. Und: niemand teilt seine Freude über die Heilung!

Seine Nachbarn sehen ihn als den „Blinden“. Seine Eltern bestätigen, dass er blind geboren wurde, ansonsten halten sie sich aus Angst bedeckt. Wie ein Kehrvers klingt die Frage: Wer ist der sogenannte Wunderheiler?

Der Geheilte sagt: Jesus ist für mich ein Prophet, ein Mann von Gott gesandt. Die Gelehrten stempeln Jesus als Sünder ab. Der Geheilte hält in seiner Einfachheit den Faktencheck entgegen: „Ist er ein Sünder? Das weiß ich nicht; eins aber weiß ich: dass ich blind war und bin nun sehend. … Von Anbeginn der Welt an hat man nicht gehört, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen aufgetan habe. Wäre dieser nicht von Gott, er könnte nichts tun.“

Daraufhin werfen die Gelehrten ihn aus der Synagoge. Der Geheilte lernt, dass wer sieht, wer hinsieht, ausgestoßen wird. Als Blinder war er ein Bettler, ein Mann am Rand der Gemeinschaft. Als Sehender gehört er nicht mehr dazu.

Jesus hört davon und geht zu ihm. „Glaubst du an den Menschensohn?“- „Ja, ich glaube.“ Sehvermögen und Glaube wachsen. Sehen und glauben gehören zusammen. Beide machen offen für neue (Gottes)Wege. Selbst das Unmögliche kann dann möglich werden.

 

Gebet (Dorothee Sölle)

 

Du hast mich geträumt, Gott,

wie ich den aufrechten Gang übe

und niederknien lerne

schöner als ich jetzt bin

glücklicher als ich mich traue

freier als bei uns erlaubt.

Höre nicht auf mich zu träumen,

Gott ich will nicht aufhören mich zu erinnern

dass ich dein Baum bin

gepflanzt an den Wasserbächen

des Lebens.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

Gott sei vor uns, Gott sei hinter uns, Gott stehe uns zur Seite. So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: Gott gab uns Atem, EG 432

 

Sonntag, 26. April

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 23 (EG 711)

 

Lesung Jphannes 10, 11-16

 

Stille

 

EG 358

 

Es kennt der Herr die Seinen und hat sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen in jedem Volk und Land. Er lässt sie nicht verderben, er führt sie aus und ein; im Leben und im Sterben sind sie und bleiben sein.

Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut; der aus dem Wort gezeuget und durch das Wort sich nährt und vor dem Wort sich beuget und mit dem Wort sich wehrt.

Er kennt sie als die Seinen an ihrer Hoffnung Mut,

die fröhlich auf dem einen, dass er der Herr ist, ruht, in seiner Wahrheit Glanze sich sonnet, frei und kühn, die wundersame Pflanze, die immerdar ist grün.

Er kennt sie an der Liebe, die seiner Liebe Frucht

und die mit lauterm Triebe ihm zu gefallen sucht;

die andern so begegnet, wie er das Herz bewegt,

die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er sie trägt.

So hilf uns, Herr, zum Glauben und halt uns fest dabei; lass nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, so lass uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn!

 

Gebet

 

Unser Abendgebet steige auf zu Dir Herr,

und es senke sich herab auf uns Dein Erbarmen.

Dein ist der Tag und Dein ist die Nacht.

Lass, wenn des Tages Schein vergeht, das Licht Deiner Wahrheit uns leuchten.

Führe uns durch das Dunkel der Nach und vollende Dein Werk an uns in Ewigkeit.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

Gott sei vor uns, Gott sei hinter uns, Gott stehe uns zur Seite. So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: Laß mich dein sein und bleiben, EG 157

 

Montag, 27. April

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Stille, D. Bonhoeffer

 

Wir haben Angst vor der Stille,

wir sind Unruhe und Lärm so gewöhnt,

dass es uns unheimlich vorkommt in der Stille, dass wir die Stille fliehen,

dass wir selbst von Ereignis zu Ereignis jagen

um ja nicht einen Augenblick uns selbst

allein gegenüberstehen zu müssen,

um uns nicht selbst im Spiegel ansehen zu müssen.

Wir haben nicht nur Angst vor uns selbst,

uns selbst zu entdecken, zu entlarven,

sondern noch viel mehr haben wir Angst vor Gott, dass er unsere Alleinigkeit stört

und er uns entdeckt und entlarvt. …

damit er uns nicht plötzlich zu nahe kommt.

 

Stille

Geheimnis

Nicht nur die Angst ist ansteckend,

sondern auch die Ruhe und die Freude,

mit der wir dem jeweiligen Auferlegten begegnen.


Stille

 

Wo Gottes Wort bei mir ist,

finde ich in der Fremde

meinen Weg,

im Unrecht mein Recht,

in der Ungewißheit meinen Halt,

in der Arbeit meine Kraft,

im Leiden die Geduld.

 

Stille

 

Gebet

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

Erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

Gott sei vor uns, Gott sei hinter uns, Gott stehe uns zur Seite. So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.


Lied: Fürchte dich nicht, EG 612

 

Dienstag, 28. April

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Neu

 

Jeder neue Morgen ist ein neuer Anfang unseres Lebens.

Jeder Tag ist ein geschlossenes Ganzes.

Der heutige Tag ist die Grenze

unseres Sorgens und Mühens.

Er ist lang genug, um Gott zu finden oder

zu verlieren,

um Glauben zu halten oder in Sünde und Schande zu fallen.

Darum schuf Gott Tag und Nacht,

damit wir nicht im Grenzenlosen wanderten, sondern am Morgen schon das Ziel

des Abends vor uns sähen.

Die alte Treue Gottes allmorgendlich neu zu fassen

mitten in einem Leben mit Gott

täglich ein neues Leben mit ihm beginnen dürfen, das ist das Geschenk, das Gott uns

in jedem neuen Morgen macht.

 

Stille

 

Du hast eine glückliche Anlage in dir:

Du kannst dich freuen.

Freue dich so viel du kannst,

Freude macht stark.

Sich freuen heißt in allem Gott sehen

und seine Liebe, dort,

wo es heiter und freundlich aussieht,

aber auch dort, wo es einmal nicht so geht,

wie du es wohl wünschtest.

Das ist nicht ganz leicht.

 

Stille

 

 Gebet

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

Erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

 

Gott sei vor uns, Gott sei hinter uns, Gott stehe uns zur Seite. So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: Geh aus mein Herz, EG 503

 

Mittwoch, 29. April

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Noch will das alte unsre Herzen quälen,

Noch drückt uns böser Tage schwere Last.

Ach, Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen

Das Heil, für das du uns geschaffen hast.

 

Stille

 

Wer bin ich?

Sie sagen mir oft,

ich träte aus meiner Zelle

gelassen und heiter und fest

wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Wer bin ich?

Sie sagen mir oft,

ich spräche mit meinen Bewachern

frei und freundlich und klar,

als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich?

Sie sagen mir auch,

ich trüge die Tage des Unglücks

gleichmütig, lächelnd und stolz,

wie einer, der Siegen gewohnt ist.

 

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?

Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?

Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,

ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,

hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,

dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,

zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,

umgetrieben vom Warten auf große Dinge,

ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,

müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,

matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

 

Wer bin ich? Der oder jener?

Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer?

Bin ich beides zugleich?

Vor Menschen ein Heuchler

und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?

Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,

das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

 

Wer bin ich?

Einsames Fragen treibt mit mir Spott.

Wer ich auch bin, Du kennst mich,

Dein bin ich, o Gott!

 

 Stille

 

Gebet

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

Erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

Gott sei vor uns, Gott sei hinter uns, Gott stehe uns zur Seite. So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: Ins Wasser fällt ein Stein, EG 621

 

Donnerstag, 30 . April

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,

Die du in unsre Dunkelheit gebracht.

Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.

Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

 

Stille

 

Gewiss ist, dass wir immer in der Nähe

und unter der Gegenwart Gottes leben dürfen

und dass dieses Leben für uns ein ganz neues Leben ist;

dass es für uns nichts Unmögliches mehr gibt,

weil es für Gott nichts Unmögliches gibt;

dass keine irdische Macht uns anrühren kann ohne Gottes Willen

und dass Gefahr und Not uns näher zu Gott treibt;

 

gewiss ist, dass wir nichts zu beanspruchen haben und doch alles erbitten dürfen,

gewiss ist, dass im Leiden unsere Freude,

im Sterben unser Leben verborgen ist;

 

gewiss ist, dass wir in dem allen in einer Gemeinschaft stehen,

die uns trägt.

 

Zu all dem hat Gott in Jesus Ja und Amen gesagt.

Dieses Ja ist der feste Boden,

auf dem wir stehen.

 

Gebet

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

Erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

Gott sei vor uns, Gott sei hinter uns, Gott stehe uns zur Seite. So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: In dir ist Freude, EG 398

 

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