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Vom 17. - 23.04.2020

Abendgebete vom 17. bis 23.04.2020

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 Liturgie Abendgebete

Freitag, 17. April

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 118 I (Übersetzung H.Oosterhuis)

Dank sei Ihm. Er ist gut.

Er ist ein Freund fürs Leben.

Ich war verzweifelt, ich rief

du da, und Er gab Antwort.

Ich atmete auf, wie nie zuvor,

mir war nicht mehr, vor keinem.

Besser sich bergen bei Ihm,

als zu vertrauen auf Menschen.

Besser zu hoffen auf Ihn,

als zu vertrauen auf Macht.

Dank sei Ihm. Er ist gut.

Er ist ein Freund fürs Leben.

 

Lesung Lukas 24, 13-24

 

Stille

 

Zwei Jünger kehren zurück, nach Hause. Tief traurig sind sie, über alle Maßen enttäuscht. Ihre große Hoffnung ist grausam am Kreuz gestorben. So sagt Kleopas:“Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde.“ Nun kehren sie heim. Nichts gewonnen, aber viel Hoffnung verloren, und für den Spott werden ihre Nachbarn schon sorgen!

 

Ein Fremder gesellt sich unbemerkt zu ihnen. Seine Fragen öffnen ihre Münder. Die Worte sprudeln geradezu heraus. Es tut gut, dass sie einfach reden können, und ein anderer ihnen zuhört. Das Geschehene ist so schrecklich. Und Frauen haben dem Ganzen die Krone auf-gesetzt. Sie erzählten, dass ein Engel ihnen erzählt hätte, dass Jesus leben würde.

 

Einfach nicht zu glauben! Ihre Gedanken sind in Trauer und Enttäuschung festgefahren, ihre Augen blind, ihre Herzen geschlossen. Wie soll es weitergehen?

 

Gebet

 

Gott, woher kommt mir Hilfe? Woher kommt Hilfe für unsere kranke und zerstrittene Welt?

Die Hilfe kommt von dir!

Leg dieses Vertrauen in unsere Herzen.

Steh uns bei, wenn uns Mut und Zuversicht fehlen. Sei bei den Kranken, den Trauernden, den Enttäuschten mit deinem Trost.

Persönliches Gebet

 

Vater unser

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Ach bleib mit deiner Gnade, EG 347

 

Samstag, 18. April

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 118 II(Übersetzung H.Oosterhuis)

Dank sei Ihm. Er ist gut.

Er ist ein Freund fürs Leben.

 

Öffne die Tore für mich,

ich, der so hart geschlagen,

will danksagen, dass ich noch lebe,

will nicht tot sein, werde leben.

 

Der Stein, den kein Maurer

konnte brauchen, wurde Eckstein.

So ist es geschehen von Gott her –

begreifen werde ich das nie.

 

Das ist der Tag, der musste kommen.

Festtag, sonnenübergossen,

Tag der Befreiung und Aufstehen,

Tag voll Singen und Dank.

 

Dank sei Ihm. Er ist gut.

Er ist ein Freund fürs Leben.

 

Lesung Lukas 24, 25-35

Stille

Der dritte Fremde leitet seine Sichtweide wiederum mit einer Frage ein: “Musste nicht der Christus dies erleiden?“ Musste? Von wem musste er? Von Gott? Von sich selbst? Von Menschen?

Jesus blieb in dem, was seinem Vater eigen war: die Liebe zur Schöpfung. Sein Müssen hat seinen Grund in Gottes Liebe. Diese Liebe erläutert Jesus auf dem Weg nach Emmaus. Er ist gleichzeitig der Weg durch das erste Testament, er ist der Weg zum Glauben. Die Schriften gehen für die Jünger langsam auf. Ihre Augen und ihre Herzen öffnen sich ganz am Tisch, in der Tischgemeinschaft, an der Jesus sie teilhaben lässt. In dem Moment verschwindet Jesus vor ihren Augen. Er braucht nicht mehr bei ihnen zu sein, denn er ist nun in ihnen. Und jetzt müssen sie! Sie müssen zurückkehren auf den Weg mit Jesus, nach Jerusalem.

 

Gebet

Bleibe bei uns, Herr,

denn es will Abend werden,

und der Tag hat sich geneigt.

 

Bleibe bei uns

und bei deiner ganzen Kirche!

 

Bleibe bei uns am Abend des Tages,

am Abend des Lebens,

am Abend der Welt!

Persönliche Gebete, Vater unser

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Wir wollen alle fröhlich sein, EG 100

 

Sonntag, 19. April (Quasimodogeniti)

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 116 (EG 746)

 

Lesung Johannes 20, 19-31

Stille

Das Unglaubliche von Ostern, die Auferstehung, die Überwindung des Todes, können wir nicht so einfach glauben. Die Ostergeschichten erzählen davon. Erst herrscht Angst und Erschrecken. Die Freude kommt später. Glaube und Freude kommen von Gott. Johannes schildert wie: Jesus bläst seinen Jüngerinnen und Jüngern den Geist Gottes ein, so wie Gott - am Anfang im Garten Eden - Adam Lebensatem einbläst. Siehe Gottes Menschen!

Nur Thomas war nicht dabei. Er hat den Geist Gottes nicht empfangen. Er glaubt nur, was er mit eigenen Augen gesehen und mit seinen Händen berührt hat. Jesus gibt ihm, was er zum Glauben braucht. UND: Thomas glaubt und  bekennt als einziger Jünger öffentlich: Mein Herr und mein Gott! Der Zweifel gehört zum Glauben dazu. Gott kommt unserem Zweifel in Jesus entgegen. Die Jahreslosung 2020 drückt diese Spannung prägnant aus: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

 

Gebet

Persönliches Gebet, Vater unser

So nimm denn meine Hände / und führe mich

bis an mein selig Ende / und ewiglich.

Ich mag allein nicht gehen, / nicht einen Schritt:

wo du wirst gehn und stehen, / da nimm mich mit.

 

In dein Erbarmen hülle / mein schwaches Herz

und mach es gänzlich stille / in Freud und Schmerz.

Laß ruhn zu deinen Füßen / dein armes Kind:

es will die Augen schließen / und glauben blind.

 

Wenn ich auch gleich nichts fühle / von deiner Macht,

du führst mich doch zum Ziele / auch durch die Nacht:

so nimm denn meine Hände / und führe mich

bis an mein selig Ende / und ewiglich! (EG 376)

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

AMEN!

Montag, 20. April

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 33 I(Übersetzung H. Oosterhuis)

Liebe beginnt mit Singen.

Sing dein Lied, meine Stimme.

Singen macht glücklich.

 

Noch nie habe ich dir so gesungen,

wie ich es mir vorgenommen hatte.

Lass nun gelingen – deinen Traum will ich besingen.

 

Du bist ein Liebhaber der Menschen.

Du sprichst den Himmeln täglich zu,

dass sie morgen wieder da sind.

 

Du hältst die Fluten zwischen den Schleusen, verschließt die Urflut zu in deinem Keller.

Du verlangst das Glück aller Erdenbewohner.

 

Liebe beginnt mit Singen.

 

Lesung Johannes 21, 1-5

Stille

Sieben Jünger. Sie stehen hier in dieser Erzählung für die ganze Welt. Sie haben den Geist Gottes empfangen. Jesus hat sie ausgesendet.

Sie aber gehen zurück an den Ort, wo sie herkommen, nach Galiläa an den See Genezareth. Sie tun, was sie als Kind bereits gelernt haben. Sie fischen. Doch anders als früher bleiben ihre Netze leer. Es sieht so aus, als ob ihr altes Leben sie nicht zurück haben möchte.

In dem Moment erklingt eine Stimme vom Ufer: „Kinder, habt ihr nichts zu essen?“ Doch der Mann am Ufer stellt nicht einfach so eine Frage. Seine Frage gleicht der Frage Gottes im Garten Eden: „Adam, wo bist?“, oder der Frage Gottes an Kain: „Wo ist dein Bruder?“ oder der Frage Jesu an Maria Magdalena: „Warum weinst du?“ Es sind nicht Fragen, die Mitgefühl zeigen wollen. Die Fragen haben eine Zielrichtung: Befreiung zum Leben. 

 

„Kinder, habt ihr nichts zu essen?“ Sie antworten: „Nein“. Das Leben scheint leer und sinnlos…

 

Gebet

Mein Herr und Gott,

manchmal fällt es uns schwer, unser Leben so anzunehmen, wie es geworden ist.

Die Brüche und Wunden unseres Lebens

lassen uns oft zweifeln an

unserem Wert und an deiner Liebe.

Gott, lass uns deine Nähe spüren, damit unser Herz zur Ruhe kommt.

Persönliches Gebet, Vater unser

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Einer ist unser Leben, EG 552

 

Dienstag, 21. April

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 33 II(Übersetzung H. Oosterhuis)

Und immer kommt dein Wort,

und es wird gut – du weichst nicht ab

von deinem Herzen.

 

Du Aufmerkender, der unser Angesicht sucht,

der größer ist als unser Herz –

du kennst mein Herz, du ergründest mich.

 

Allein das Auge des Lebenden

wird meinen Tod wenden, dass ich lebe.

 

Ich warte, bis ich heimkomme in Ihm.

 

Lesung Johannes 21, 6 - 14

Stille

„Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden.“ Der Mann am Ufer weiß anscheinend, wie sie aus der Leere ihres Lebens herauskommen. Die rechte Seite bedeutet Gottes Seite, der mit seinem rechten Arm befreit. Die Jünger folgen dem Rat. Ihr Netz ist übervoll. Das, was die Jünger gewünscht und erhofft haben, geschieht. „Es ist der Herr!“ Petrus geht durch das Wasser Jesus entgegen. Die anderen ziehen das übervolle Netz an Land. Alle schweigen. Freudig? Angespannt? Alle wissen bereits vor dem Mahl. Es ist Jesus. Er ist hier. Bei uns in Brot und Fisch, Zeichen von Jesus selbst..

Ein Gedicht von Dorothee Sölle:

Weh

wenn die Erfahrungen

über die Hoffnungen siegen

Ohne Hoffnungen

Keine Erfahrungen mehr

Und

Wo die Erfahrungen enden

Beginnt der Glaube

Aber genau das ist die Stelle

An der auch

Die Zukunft beginnt

 

Gebet

Bewahre uns, o Herr, wenn wir wachen;

behüte uns, wenn wir schlafen: auf dass wir wachen mit Christus und ruhen in Frieden.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Weise uns den Weg, EG Plus 152

 

Mittwoch, 22. April

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 23 I (H.Oosterhuis)

Du mein Hirte? Nichts wird mir fehlen.

 

Führ mich zu blühenden Weiden,

lass mich lagern an strömendem Wasser,

dass meine Seele zu Atem kommt,

dass ich die rechten Pfade wieder gehen kann

dir nach.

 

Du mein Hirte? Nichts wird mir fehlen.

 

Lesung Johannes 21, 15-17

Stille

Jesus und Petrus sitzen am Kohlenfeuer. Es erinnert Petrus an das Kohlenfeuer in der Nacht vor wenigen Tagen, in der er drei Mal geschworen hat: „Ich kenne diesen Mann (Jesus) nicht!“ Dann krähte der Hahn. Diese Nacht stand wie eine Mauer von Schuld zwischen ihm und Jesus. Jesus zieht Petrus nicht zur Rechenschaft. Sondern überrascht ihn mit der Frage: Hast du mich lieb? Drei Mal stellt Jesus dieselbe Frage. Beim dritten Mal hat Petrus das Gefühl, dass Jesus ihn vorführt. „Du weißt doch, wie lieb ich dich habe.“ Doch Vergebung -  Gnade - ist kein billiger Freibrief. Sie geschieht, wo Liebe zu Gott und Menschen in Wort und Tat bezeugt wird. Das bedeutet: Jesu Ruf zur Nachfolge gelebt wird. Leben aus Vergebung heißt nicht, niemals mehr schuldig werden. Sondern: durch Gottes Liebe bewegt in dieser Welt gute Hirtin und Hirte zu sein.

 

Gebet

Gott, eine stille Dankbarkeit beginnt zu wachsen auf dem Grunde der Tränen, die ich geweint.  Hab Dank für den Tag. Nimm das Werk dieses Tages und wandle es in der Stille der Nacht.

 

Persönliches Gebet, Vater unser

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Stern auf den ich schaue, EG 407

 

Donnerstag, 23. April

Glocken läuten

Kerze(n) anzünden

Stille

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten Psalm 23II (H.Oosterhuis)

Muss ich in den Abgrund, die Todesschlucht,

dann packt mich die Angst – bist du bei mir,

werde ich nicht sterben vor Angst.

 

Du hast den Tisch schon gedeckt – meine Spötter

Wissen nicht, was sie sehen:

Dass du meine Füße wäschst, sie salbst mit Balsam, mir einschenkst, trink nur, sagst du.

 

Nichts wird mir fehlen.

 

Lass es so bleiben, dieses Glück,

diese Gnade, all meine Lebenstage.

 

Das ich bis ans Ende meiner Jahre

Wohnen werde in deinem Haus.

 

Du mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

 

Lesung Johannes 21, 18-25

Stille

Jesus ruft Petrus in seine Nachfolge und weissagt, dass sein Weg schwer und sein Tod grausam sein wird. Petrus starb wahrscheinlich am Kreuz in Rom unter Kaiser Nero. Petrus reagiert prompt mit einer Rückfrage: Und der andere Jünger, dein Lieblingsjünger?

Nun weist Jesus Petrus zurecht. Jeder und jede in meiner Nachfolge geht seinen und ihren eigenen Weg. Der Weg des und der anderen ist nicht deine Sache. Vergleiche nicht! Geh du deinen Weg!

Petrus wurde Hirte und Märtyrer, Johannes Schreiber von Gottes Vision und Lehrer.

Die Geschichte von Jesus ist noch nicht zu Ende, so am Ende des Johannesevangeliums. Denn er ist der Lebende. Bis heute!

Dietrich Bonhoeffer schrieb zur Nachfolge folgenden ermutigenden Satz:

„Mit Gott tritt man nicht auf der Stelle,

sondern man beschreitet einen Weg.“

Jede ihren/jeder seinen eigenen.

 

Gebet (Andrea Schwarz)

Du Gott des Weges segne uns

sei du der Traum

der Sehnsucht zeugt

sei du die Kraft

die die Entscheidung trifft

sei du das Vertrauen

das sich stellt

 

segne den Aufbruch

 

behüte was ich zurücklasse

schütze das Neue das ich wage

begleite mich beim ersten Schritt

 

segne den Weg

 

gib meinen Füßen Halt

sei mir Grund

stärke Geist und Leib

 

segne das Ankommen

 

sei du mein Ziel

richte meine Schritte auf dich hin aus

schenk mir den Mut zur Heimkehr in dir

 

Du Gott des Weges segne uns

umgib uns mit deinem Segen

damit wir uns auf den Weg machen können

auf den Weg

zu dir und den Menschen.

 

Vater unser

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Vertraut den neuen Wegen, EG 395

 

Aktuell

Wir werden ab dem 21.05.2020 wieder Gottesdienste anbieten!

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