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Vom 01. - 04.04.2020

Abendgebete vom 01. bis 04.04.2020

Als .pdf zum Download: LINK

Wenn die Glocken läuten, laden sie ein zum Gebet!

Liebe Gemeindemitglieder,

wir nähern uns Ostern. Dieses Jahr wird es für uns alle ein außergewöhnliches Ostern. Ein Ostern im Ausnahmezustand.Schmerzlich erfahren wir, dass wir zum Teil auch als Familien nicht gemeinsam feiern können. Zum Schutz für einander halten wir Abstand und fühlen, wie sehr die Lieben einem fehlen. Nähe bedeutet einfach auch körperliche Nähe.

Im Gebet halten wir einander fest und sind miteinander verbunden.

Ab dem 1. April reiht sich unsere Evangelische Willkommensgemeinde Freirachdorf-Roßbach in das ökumenische Glockenläuten der katholischen Bistümer Mainz und Limburg und unserer Landeskirche EKHN ein. Zusätzlich zu den gewohnten Läutezeiten läuten die Glocken um 19.30 Uhr in Freirachdorf und in Roßbach. Wählen Sie bitte, welche der Läutezeiten für Sie am besten für das Abendgebet passt! Anbei erhalten Sie die Texte bis einschließlich Ostern.

Ich grüße Sie herzlich und wünsche:

„Bis wir uns wiedersehen, halte Gott Sie fest in seiner Hand.“

Ihre Pfarrerin Ilona Fritz

 

Liturgie Abendgebet

 

Mittwoch, 1. April 2020

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 Beten von Psalm 121 (EG 749)

 Lesung: Römer 8, 24-28

 Stille

 Der Apostel Paulus weist auf den Kern des Evangeliums von Jesus Christus hin. „Wir sind gerettet“. Wir brauchen uns nicht durch eigene Anstrengungen selbst retten. Aus der Rettung erwächst Hoffnung.

 

Der Hoffnung eigen ist, dass wir sie nicht sehen können. Das bedeutet, wir können sie nicht beweisen.

 

Der Hoffnung ist vor allem eigen, dass sie einen Ort, einen Grund hat: In Jesus Christus.

 

Gottes Heiliger Geist weckt Hoffnung mit unaussprechlichem Seufzen, richtet den Blick vom Grund her auf die Zukunft hin, die zum Besten aller dienen soll.

 

Wir alle leben in Tagen großer Unsicherheit und Angst, Krankheit und Tod. Doch gerade jetzt: Wenn nicht wir, wer soll denn sonst Hoffnungsgeschichten erzählen? Mit dem Blick auf Ostern fangen wir an zu erzählen…

 

Gebetstext (Lied EG Plus 102)

 

Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

 

1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz –

 sei da, sei uns nahe, Gott.

 

2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht –

 sei da, sei uns nahe, Gott.

 

3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod –

 sei da, sei uns nahe, Gott.

 

4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich –

 sei da, sei uns nahe, Gott.

 

Vater unser

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Fürchte dich nicht, EG 612

 

Donnerstag, 2. April 2020

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten von Psalm 139, 17.18.23.24

 

Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß!

 

Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Wenn ich aufwache, bin ich noch immer bei dir.

 

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

 

Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Amen.

 

Lesung Jona 3

 

Stille

 

Zum zweiten Mal erhält Jona den Auftrag zur Stadt Ninive zu gehen. Sie ist eine große Stadt. Drei Tage dauert es, um von dem einen Ende zum anderen zu gelangen. Jona predigt am ersten Tage seiner Durchreise durch die Stadt. „In vierzig Tagen geht eure Stadt unter!“ Die Bewohner von Ninive glauben ihm. Erschrocken über sich selbst, halten sie inne, fasten, ziehen Bußkleider an, denken über Fehlverhalten nach, bereuen vor Gott und wollen Fehler korrigieren. Sie wollen umkehren. Gott soll nicht zornig auf sie sein, sondern es gut mit ihnen meinen. Denn: sie wollen leben, nicht sterben!

 

UND: Gott hat sich um-entschieden. Er lässt sich selbst bewegen. Gott ist ein Liebender, der zornig sein, aber auch vergeben kann. Einer, der die Liebe selbst ist und deshalb in sich selbst bewegt und andere bewegend. Die Beziehung mit Gott ist nie einseitig, sie ist wechselseitig.

 

Gebet

 

Zu Herzen genommen hast Du, Gott, unsere Not, obwohl wir stumm waren vor Dir und nichts erbaten. Nachgegangen bist Du uns, als wir uns Dir immer mehr entzogen. Lange vor uns erkanntest Du, dass unser Herz wund war vor Sehnsucht nach dir und holtest uns zurück.

 

Du hast getröstet. Wir gehen weiter auf dem unbegreiflichen Weg, den Du uns führst.

 

(persönliches Gebet)

 

Vater unser

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Jesu geh voran, EG 391

  

Freitag, 3. April 2020

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten von Psalm 66 I(Übersetzung H.Oosterhuis)

 

Bläser blasen dir Ehre,

 

Geigen streichen deinen Namen.

 

Du hast etwas vollbracht:

 

Diese Erde, Menschen.

 

Mauern von Wasser,

 

Durchzug auf trockenen Füßen,

 

Sklaven befreit: Großtaten.

 

Deine Augen streiften über die Welt,

 

was sehen deine Augen?

 

Ich wankte, du hieltst mich fest.

 

Aufrecht stehen, leben, sagst du.

 

Du kannst das.  – AMEN!

 

Lesung Jona 4, 1-5

 

Stille

 

Was für ein Gegensatz: Dort die Stadt, die kollektiv umkehrt und Vergebung erfährt. Sie wird weiterleben!  Hier östlich vor der Stadt Jona, wütend, weil Gott Ninive nicht bestraft! Jetzt bricht es aus ihm heraus. „Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen.“ Anders als die Bewohner von Ninive kennt Jona die große Güte Gottes. Aber gerade diese empfindet er als unerträglich. Seine negativen Gefühle machen ihn destruktiv gegenüber Gott, Menschen und sich selbst. Er will nicht mehr leben.

 

Bis heute ringen wir wie Jona: Nicht alles kann vergeben werden! Manche haben Strafe verdient! Oder? (Tauschen Sie sich gerne darüber aus)

 

Gebet (D. Bonhoeffer)

 

Gott, zu dir rufe ich.

 

Sammle meine Gedanken, hilf mir zu beten;

 

ich kann es nicht allein.

 

In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht;

 

ich bin einsam, aber du verläßt mich nicht;

 

ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe;

 

ich bin unruhig, aber bei dir ist Friede;

 

in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld;

 

ich verstehe deine Wege nicht,

 

aber du weißt den Weg für mich.

 

Persönliches Gebet

 

Vater unser

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Herr, deine Liebe, EG 610

 

 

Samstag, 4. April 2020

 

Glocken läuten

 

Kerze(n) anzünden

 

Stille

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – AMEN.

 

Beten von Psalm 66 II(Übersetzung H.Oosterhuis)

 

Deine Augen streiften über die Welt,

 

was sehen deine Augen?

 

Ich wankte, du hieltst mich fest.

 

Aufrecht stehen, leben, sagst du.

 

Du kannst das.  …

 

Hab Dank, sagte ich, leise, demütig –

 

und dann mit sich überschlagender Stimme:

 

Dank, Dank, du meine Gnade,

 

dass Du mich gekannt und

 

nicht zurückgewiesen hast

 

hinab in den Abgrund.

 

Gesegnet du.              AMEN!

 

Lesung Jona 4, 6- 11

 

Stille

 

„Meinst du, dass du zurecht zornig bist?“ Zwei Mal stellt Gott Jona diese Frage. Wie ein trotziges Kind antwortet Jona: Ja, ganz und gar zurecht! Als selbstverständlich genießt er den schützenden Schatten des Baumes, die heiße Sonne dagegen nimmt ihm die Lust am Leben. Jona nimmt sein eigenes Wohlsein zum Maßstab von Recht und Unrecht. Obwohl er doch weiß, was „rechts und links“ ist. Er hat Orientierung. Denn: Er kennt Gott und die Gebote.

 

Das Buch Jona endet mit einer Frage von Gott: „Dich jammert die Staude, um die du dich nicht gemüht hast, …sollte mich nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?“

 

Bis heute stellt Gott diese Frage: Soll ich nicht vergeben, weil du nicht vergeben willst?

 

Gott will die Enge menschlicher Herzen weiten. Er stupst uns an….

 

Gebet

 

Gott, wir danken dir für das Schöne in unserem Leben, an diesem Tag; noch vermögen wir Dir nicht zu danken für das Schwere, aber manchmal erahnen wir, dass wir dir einmal für alles danken werden.

 

Persönliches Gebet

 

Vater unser

 

Gottes Trost erfülle uns, Gottes Kraft stärke uns, Gottes Barmherzigkeit bewahre uns. So segne uns Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Lied: Freunde, dass der Mandelzweig, EG 613

 

 

Aktuell

Wir werden ab dem 21.05.2020 wieder Gottesdienste anbieten!

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